St. Johannis Göttingen

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Bild: Schräder

Advent auf dem Turm

Dreimal steigt (im wahrsten Sinne des Wortes) sie noch: Die Turm-Sonderführung an den noch vor uns liegenden drei Adventssonntagen am 9., 16. und 23. Dezember um jeweils 18 Uhr. Unsere Türmer Steve Schmidt und Detlef Weill-Radtke stehen in ihren historischen Gewändern bereit, um Wissenswertes über die Türme der Rats- und Marktkirche St. Johannis in Göttingen zu vermitteln und die Stadt sowie den strahlend leuchtenden Weihnachtsmarkt von oben zu zeigen.

Dazu ist ein ambitionierter Aufstieg über 237 Stufen auf den 65 Meter hohen Nordturm bis zur Turmkapelle und der sie umgebenden Galerie zu bewältigen. Unterwegs wird auf Absätzen aber zum Kraftschöpfen innegehalten, nicht zuletzt auch, um „Witterung“ aufzunehmen: Aus den Sichtöffnungen des Turmes pfeift während des Aufstiegs nicht etwa nur eisiger Wind herein. Vielmehr gilt es, aus jedem Fenster die unterschiedlichen Düfte des Weihnachtsmarktes aufzunehmen: Bratwurst, Kartoffelpuffer, Schmalzkuchen, frisches Brot aus der Weihnachtsmarktbackstube, gebrannte Mandeln, Glühwein und Cranberrypunsch vom St.-Johannis-Marktstand und - ja - auch Duft von Kerzen und frischem Tannengrün. Und auf jeder Turmseite riecht es anders. Versprochen! Dazu summt, brummt und klingt es. Ein Erlebnis ganz besonderer Art.

Treffen ist um 17.45 Uhr am Westportal von St. Johannis. Das Tragen sehr warmer Kleidung wird dringend empfohlen. Bitte beachten Sie: Karten zu 10 Euro erhalten Sie ausschließlich im Vorverkauf in der Johanniskirche bei den Kirchenöffnern im Eingangsbereich oder im Gemeindebüro zu den jeweiligen Öffnungszeiten. Das Besondere ist: Dieser Obolus beinhaltet nicht nur die Führung durch einen Türmer im altertümlichen Gewande, sondern die Eintrittskarte dient gleichzeitig als Gutschein für ein Getränk Ihrer Wahl am Weihnachtsmarktstand von St. Johannis direkt gegenüber vom Westportal und als (übertragbare) Eintrittskarte zu einer regulären Turmführung an einem ebenfalls frei wählbaren Samstag um 12 Uhr im Jahr 2019.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen je Termin beschränkt. Treffen Sie rechtzeitig Kartenvorsorge.

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Bild: Schräder

Advent – Mit Schwung hinein

Das neue Kirchenjahr ist da. Und an St. Johannis geht es mit Schwung hinein. Gleich vier Veranstaltungen erfreuen die Gemeindeglieder und viele andere Bürger und Besucher der Stadt:

Start ist am Samstag, 1. Dezember um 15 Uhr im Großen Gemeindesaal mit dem Adventscafé. Seien Sie unser Gast, wenn wir bei Kaffee und Kuchen adventliche Geschichten hören, gemeinsam singen und evtl. etwas Praktisches für die Adventszeit gestalten. Sie erleichtern uns die Vorbereitung, wenn Sie sich per Telefon 789660 oder per Mail kg.johannis.goettingen@evlka.de anmelden. Pastor Schridde & Team freuen sich auf Sie.

Rings um die Rats- und Marktkirche St. Johannis lädt der Weihnachtsmarkt zu einem Bummel ein. Versäumen Sie nicht, unseren Glühweinstand unseres Fördervereins 'Aufbruch St. Johannis' direkt vor dem Eingang des Gemeindehauses zu besuchen. Einen besseren Platz zum Erzählen und Genießen gibt es kaum. Der Erlös aus den Einnahmen wird auch in diesem Jahr wieder der Innenrenovierung der Kirche zugutekommen.

Danach, um 18 Uhr, lädt die Göttinger Stadtkantorei zu ihrer traditionellen Adventsmotette in die Kirche ein. Was wäre die Weihnachtszeit ohne die beliebten englischen Chorwerke? In diesem Jahr gestaltet die Göttinger Stadtkantorei ihre traditionelle Motette am Vorabend des 1. Advents angelehnt an einen typischen Evensong. Im Mittelpunkt steht das Magnificat, der Lobgesang der Maria. Mit welchem Text könnte man besser die Vorfreude auf das Weihnachtsfest ausdrücken?
Besonders freuen wir uns, dass Maria Mokhova wieder als Organistin mit dabei ist.

Weiter geht’s am Sonntag, 2. Dezember um 11 Uhr (!) mit dem Gottesdienst „Beten und Essen“. Pastor Gerhard Schridde wird ihn leiten, begleitet vom Posaunenchor St. Johannis unter der Leitung von Clemens Cornelius Brinkmann. Im Anschluss treffen sich die Gottesdienstbesucher im Großen Gemeindesaal von St. Johannis, wo sie von Ulrike Schmidt-Glawatz und ihrem Team zu einem gemeinschaftlichen adventlichen Essen erwartet werden.

Und dann steigt (im wahrsten Sinne des Wortes) um 18 Uhr noch die adventliche Turm-Sonderführung. Göttingen und den strahlend leuchtenden Weihnachtsmarkt von oben erleben ist das Ziel des ambitionierten Aufstiegs über 237 Stufen auf den 65 Meter hohen Nordturm bis zur Turmkapelle und der sie umgebenden Galerie. Treffen ist um 17.45 Uhr am Westportal von St. Johannis. Das Tragen sehr warmer Kleidung wird dringend empfohlen. Bitte beachten Sie: Karten zu 10 Euro erhalten Sie ausschließlich im Vorverkauf in der Johanniskirche bei den Kirchenöffnern im Eingangsbereich oder im Gemeindebüro zu den jeweiligen Öffnungszeiten. Dieser Obolus beinhaltet nicht nur die Führung durch einen Türmer im altertümlichen Gewande, sondern die Eintrittskarte dient gleichzeitig als Gutschein für ein Getränk Ihrer Wahl am Weihnachtsmarktstand von St. Johannis direkt gegenüber vom Westportal und als (übertragbare) Eintrittskarte zu einer regulären Turmführung an einem Samstag um 12 Uhr im Jahr 2019.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen je Termin beschränkt. Weitere Turm-Sonderführungen werden an den folgenden Adventssonntagen (9., 16. und 23.12.) jeweils um 18 Uhr stattfinden.

Mehr geht nicht, oder? Wir freuen uns auf Sie!

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Bild: KfdS - Benary

Der neue Gemeindebrief ist da!

Der neue Gemeindebrief der ev.-luth. Innenstadtgemeinden Göttingens, das Heft 25 von „Kirche für die Stadt“, ist erschienen.

Das Heft wird in den Gemeinden der Innenstadtkirchen verteilt. Es liegt zusätzlich im Eingangsbereich der Rats- und Marktkirche St. Johannis aus und natürlich auch bei den Kirchen Corvinus, St. Albani, St. Jacobi, St. Marien und Thomas.

Im Schwerpunkt widmet es sich dem Thema „Advent“, beleuchtet aus sehr verschiedenen Perspektiven, darunter auch die adventliche Kaffeestube in der Rats- und Marktkirche St. Johannis sowie - mit Blick voraus - der Kelchtausch zwischen der Kreuzkirchengemeinde und der St. Johannisgemeinde im Januar.

Daneben berichtet das Heft über allgemein Interessierendes aus dem kirchlichen Bereich sowie über das Leben in den einzelnen Gemeinden. Im Kalendarium umfasst es die Zeit vom 1. Dezember 2018 bis zum 28. Februar 2019 mit allen Gottesdiensten und vielen weiteren Veranstaltungen der Gemeinden.

Wer gern digital lesen möchte, kann das neue Heft (und auch alle Vorgänger davon) auf der Internetseite von „Kirche für die Stadt“ über den Link https://kirchefuerdiestadt.wir-e.de/aktuelles und dort im Menüpunkt „Ausgaben“ abrufen.

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Bild: Friedrich Selter

Alles Super!

„Friedrich Selter wiedergewählt“. Welch leuchtende Schlagzeile im eher lichtarmen November! Der Kirchenkreistag hat Friedrich Selter nach zehnjähriger Amtszeit als Superintendent des Kirchenkreises Göttingen einstimmig bestätigt.

Damit werden auch seine besonderen Fähigkeiten im Wirken für die Rats- und Marktkirche St. Johannis als zugewandter Prediger und Seelsorger in der Gemeinde wertgeschätzt, der den Menschen im Blick hat und stets ansprechbar ist. Der als Unterstützer des „Aufbruches St. Johannis“ nach innen und außen fungiert und der als Initiator des Jazzgottesdienstes auch „Perlen“ züchtet. Der nicht zuletzt mit seiner humorvollen Art überzeugender Vertreter des Evangeliums in der Stadt und im Landkreis Göttingen ist.

Kirchenvorstand, Pfarramt, Mitarbeiter, die vielen Ehrenamtlichen und sicher auch die weiteren Gemeindeglieder an St. Johannis gratulieren ihrem Superintendenten Friedrich Selter sehr herzlich, freuen sich, dass er bei uns ist, und hoffen, ihn bei seiner Amtsführung nach Kräften gut unterstützen zu können.

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Bild: Schräder

Drei Tage und eine Dekade

Drei besondere kirchliche Tage und eine herausgehobene Dekade kennzeichnen den vermeintlich grauen Alltag im November:

Der Volkstrauertag (18.11.2018), am zweiten Sonntag vor dem ersten Advent, ist zwar kein kirchlicher Feiertag, wird jedoch in christlichen Gottesdiensten zum Anlass genommen, die Verantwortung für Frieden, Toleranz und Versöhnung besonders zu thematisieren. Nicht zuletzt deshalb trägt er auch den Namen Friedenssonntag.

Der Buß- und Bettag (21.11.2018) ist in der evangelischen Kirche ein Termin der Besinnung und Neuorientierung. Obwohl der Festtag im kirchlichen Leben der Protestanten tief verankert ist, verlor er im Jahre 1995 seinen Schutz als gesetzlicher Feiertag, mit Ausnahme des Bundeslandes Sachsen, um zur Finanzierung der neu eingeführten Pflegeversicherung beizutragen.

Die ökumenische Friedensdekade findet alljährlich in den zehn Tagen (= Dekade) vor dem Buß- und Bettag statt, in diesem Jahr also vom 12. bis 21. November. Die Friedensdekade wird von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gestaltet und schließt mit dem Bittgottesdienst für den Frieden am 21.11.2018 um 18 Uhr in der Kirche der Evangelisch-Reformierten Gemeinde in Göttingen. Das Programm der diesjährigen Friedensdekade finden Sie unter https://friedensdekade-goettingen.wir-e.de/aktuelles .

Am Ewigkeits- oder Totensonntag (25.11.2018), dem letzten Sonntag des Kirchenjahres und zugleich dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent, wird traditionell der Verstorbenen gedacht. Die Menschen besuchen die Friedhöfe und schmücken die Gräber ihrer Angehörigen. Dies ist Teil des sozialen Zusammenlebens. Die im ausgehenden Kirchenjahr Verstorbenen und kirchlich Bestatteten der Gemeinde werden namentlich im Gottesdienst genannt und zusammen mit ihren Angehörigen in das Fürbittengebet aufgenommen.

St. Johannis lädt herzlich zu den Gottesdiensten an diesen drei besonderen Tagen und zu den Veranstaltungen der Friedensdekade 2018 ein. Die Einzelheiten können Sie dem Terminkalender auf dieser Internetseite entnehmen.

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Bild: Schindelbeck

Jazzgottesdienst
Alexandra Lehmler Trio

Wie interessiert man die Gemeinde für Perlen der Jazzmusik in einem Gottesdienst? Man sorgt für einen gediegenen Auftrittsort und stellt die Akteure wertschätzend vor:

Alexandra Lehmler, geboren in Bad Ems an der Lahn, ausgebildet in Mannheim, Stuttgart und Paris, ist eine der Ausnahmemusikerinnen der deutschen Jazzszene. Sie ist Trägerin des Jazzpreis Baden-Württemberg 2014 und Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Im März 2018 wurde sie zusätzlich mit dem Kompositionspreis des Neuen Deutschen Jazzpreises ausgezeichnet.

Federico Casagrande stammt gebürtig aus Italien und entwickelte sich ausgehend von der klassischen Musik zum Jazzgitarristen. Sein Studium am Berklee College of Music schloss er mit summa cum laude ab und profiliert sich seit Jahren in unterschiedlichen Formationen international.

Matthias Debus, Bassist des Trios und Ehemann von Alexandra Lehmler, gilt als einer der rührigsten und aktivsten Musiker des Rhein-Neckar-Deltas und als erfolgreicher Komponist und Arrangeur.

Das Trio entfaltet einen Jazz, der mal lebhaft verspielt, mal intensiv verdichtet die Zuhörer fasziniert. Spielfreude paart sich mit einem Sinn für die Spiritualität des kirchlichen Raumes und öffnet sich zugleich für vielfältige kulturelle Einflüsse. Texte aus der Bibel und Gedanken nehmen diese Impulse auf und bilden zugleich einen Resonanzraum.

Superintendent Friedrich Selter hat nicht nur das Alexandra Lehmler Trio für diese besondere Form des Gottesdienstes im Rahmen des 41. Göttinger Jazzfestivals gewonnen, sondern stellt mit Texten und Gedanken die liturgische Einbindung her.

Termin: Sonntag, 11. November 2018, 18 Uhr,
Ort: Rats- und Marktkirche St. Johannis, Göttingen

Der Eintritt ist frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.

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Bild: Eberhardt

A Sea Symphony

Eine gute Tradition ist der freundschaftliche Austausch zwischen den Chormitgliedern des Cheltenham Bach Choir (CBC) und denen der Göttinger Stadtkantorei. Mittlerweile ist David Crown neuer Chefdirigent des CBC und wir sind gespannt auf seine Interpretation der berühmten „Sea Symphony“ von Ralph Vaughan-Williams. Dieses Werk hat in Großbritannien einen ähnlichen Stellenwert wie die großen Chor-Sinfonien Gustav Mahlers hierzulande. Diese Musik atmet den großen Geist des unendlichen Klanges, verlangt nach großem Chor und ist ein Festessen für alle Freunde der großen romantischen Musik. Das wird es an diesem Abend geben. Mehr als 200 Choristen stehen auf dem Podest und musizieren gemeinsam mit dem Göttinger Symphonie Orchester und zwei der besten Solisten ihres Fachs.

Samstag, 3. November 2018, 19 Uhr, Rats- und Marktkirche St. Johannis

Die Ausführenden sind:
Nathalie de Montmollin (Sopran)

Hansung Yoo (Bariton)

Cheltenham Bach Choir

Göttinger Stadtkantorei

Göttinger Symphonie Orchester

Leitung: David Crown

Karten für 12 bis 37 EUR (im Vorverkauf um 2 EUR ermäßigt) können Sie bei den bekannten Verkaufsstellen (Altes Rathaus, Ticket-Service Uhlendorff, nota bene) oder auch online unter www.reservix.de oder über die Seite der Stadtkantorei https://www.stadtkantorei.de/ erwerben.

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Bild: Schräder

500 + 1
Reformation – ein Tag zum Feiern

Sie erinnern sich: 1.500 Christen fanden sich aus Anlass des 500-jährigen Reformationsfestes zum zentralen Regionalgottesdienst am 31. Oktober vergangenen Jahres in der und um die Johanniskirche in Göttingen herum ein. Alle wollten bei diesem Fest dabeisein. Die große Rats- und Marktkirche konnte die Massen gleichwohl nicht fassen. Der Hauptgottesdienst wurde nach spontaner Entscheidung für alle, die keinen Platz mehr in der Kirche gefunden hatten, unmittelbar danach ein zweites Mal gefeiert. Ein schier unglaubliches Ereignis.

In diesem Jahr, dem ersten in dem das Reformationsfest wieder an einem gesetzlichen Feiertag stattfindet, gibt es in und um Göttingen in mehreren Kirchen und zu unterschiedlichen Zeiten Festgottesdienste und andere feierliche Veranstaltungen. Einzelheiten hierzu können Sie der Ankündigung auf der Internetseite des Kirchenkreises https://kirchenkreis-goettingen.wir-e.de/aktuelles entnehmen.

In die Rats- und Marktkirche St. Johannis laden wir am Mittwoch, 31. Oktober 2018 um 10 Uhr zum Ökumenischen Gottesdienst für die Innenstadtregion unter dem Thema „In Kontakt – Glaubensvielfalt in Göttingen“ ein.

Es wirken mit:
Superintendent Friedrich Selter
Pastor Gerhard Schridde
Dechant Wigbert Schwarze
Jacqueline Jürgenliemk, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Göttingen

Dr. Klaus-Achim Sürmann, Delegierter in die ACK und Mitglied des „Runden Tisches der Abrahamreligionen“
Christian Schmetz, Erster Stadtrat und Kämmerer der Stadt Göttingen mit einem Grußwort
Posaunenchor St. Johannis, Leitung: Clemens Cornelius Brinkmann
Bernd Eberhardt, Kantor St. Johannis

Wir thematisieren den Dissens, den es im Vorfeld der Entscheidung für den Reformationstag als Feiertag gegeben hat. Nur indem wir diesen Dissens ernst nehmen, können wir gemeinsam den Reformationstag begehen, dabei versuchen, entstandene Verletzungen zu überwinden, und schauen, wie wir dennoch unsere gute Gemeinschaft weiterhin für ein konstruktives und friedliches Miteinander gestalten können.

Anschließend gibt es einen Bürgerempfang in oder - bei gutem Wetter - vor der Kirche.

Am späteren Nachmittag folgt das „Drei-Türme-Blasen“ der Stadtpfeifer unter der Leitung von Marten Bock um 14.15 Uhr bei St. Albani, um 15.45 Uhr bei St. Jacobi und schließlich um 16.45 Uhr vom Nordturm von St. Johannis aus.

Um 21.30 Uhr sind Sie herzlich eingeladen zu „Serenade und Segen - (Klang-)Farben der Reformation“ vor dem Hauptportal der St. Jacobikirche. Bläser des Kreisposaunenchores spielen Choräle zum Abschluss des Reformationstages. Superintendent Friedrich Selter spricht den Segen zur Nacht. Das Portal der St. Jacobikirche ist farbig illuminiert.

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Bild: Schräder

Besuch für
Theodorus Berkelmann

Familiären Besuch hatte die St. Johanniskirche von den Berkelmanns aus Düsseldorf: Dr. Klaus-Georg Berkelmann mit Ehefrau Marielle und Sohn Moritz. Das große Portrait ihres Ahnherren, Theodorus Berkelmann (historisch auch Berckelmann oder Berckelman geschrieben), ist – wie auch die Portraits der anderen Prediger an der Rats- und Marktkirche St. Johannis – im Kirchenschiff zu sehen.

Theodorus Berkelmann, geboren 1576 in Neustadt, wurde im Jahre 1601 „mit höchstem Ruhm“ zum Doktor der Theologie promoviert, war zunächst Professor an der berühmten „Julia“ (gemeint ist die Universität Helmstedt), danach Abt von Amelungsborn und Generalsuperintendent der Diözese Göttingen.

Berkelmann setzte sich für die Einigung von Lutheranern und Calvinisten ein. Höchst unruhige Zeiten durchlebte er. So musste er 1629 nach der Besetzung der Abtei durch Katholiken nach Einbeck fliehen. 1630 wurde er Generalsuperintendent in Göttingen, einer Stadt, in der das Kirchenwesen zu dieser Zeit darniederlag und die auch nicht zur Ruhe kam, da der Dreißigjährige Krieg seine Furchen durch die Stadt zog. Berkelmann selbst erlitt in den kriegerischen Auseinandersetzungen eine schwere Kopfverletzung. Sein Haus erhielt bei einem Angriff der von Octavio Piccolomini, dem General Wallensteins, befehligten Truppen einen Treffer durch eine Kanonenkugel. Das Ende des grausigen Krieges im Jahr 1648 erlebte er nicht mehr. Er starb 1645 im Alter von 69 Jahren in Göttingen.

Bis zu seinem Tod blieb er Abt des Klosters von Amelungsborn und wurde gerühmt für seine Tätigkeiten zum Wohle des Klosters. Am 7. Februar 1613 hatte er in Wolfenbüttel Anna Sophia, die älteste Tochter des fürstlich braunschweigischen Hausmarschalls Henrich Mehrdorf geheiratet und mit ihr eine große Familie mit zehn Söhnen und zwei Töchtern gegründet. Mit sichtlicher Freude und Bewegung standen nun seine heutigen Nachfahren erstmals unter dem Portrait von Dr. Theodorus Berkelmann, das auf der Empore links neben dem jüngst neu eingesetzten Fenster über dem Nordeingang seinen Platz hat. Es ist das einzige auf Holz gemalte Bildnis von Pastoren der Rats- und Marktkirche St. Johannis, mithin besonders empfindlich und ein besonderer Schatz. Für die Zeit der Innenrenovierung wird es sorgsam verpackt und möglichst auch aufgearbeitet, ehe es wieder an seinen angestammten Platz zurückkehrt.
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Für Zwei

Unser Kirchenvorstandsmitglied Simone Weill und unser Küster Detlef Weill-Radtke sind am Sonntag, 21. Oktober 2018 kirchlich vor der Gemeindeöffentlichkeit in der Rats- und Marktkirche St. Johannis getraut worden. Ein rundum gelungenes Fest schloss sich an. Wir Gäste danken sehr.

Dieses Gedicht von Mascha Kaléko sei dem Hochzeitspaar gewidmet:

Für Einen

Die Andern sind das weite Meer,
Du aber bist der Hafen;
So glaube mir: kannst ruhig schlafen,

ich steure immer wieder her.

Denn all die Stürme, die mich trafen,
sie ließen mein Segel leer.
Die Andern sind das bunte Meer,

Du aber bist der Hafen.

Du bist der Leuchtturm, letztes Ziel,
kannst, Liebster, ruhig schlafen.
Die Andern, das ist Wellenspiel,

Du aber bist der Hafen.

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Bild: Schräder

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