St. Johannis Göttingen

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Bild: Schräder

Die Gesangsklasse öffnet die Tür

Wie in jedem Jahr stellen auch in diesem Advent am Mittwoch, 13.12.2017 um 19 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis Schülerinnen und Schüler der Gesangsklasse von Mathias Schlachter Werke zur Advents- und Weihnachtszeit der Öffentlichkeit vor. An diesem Abend kann man sich in die Vorweihnachtszeit einstimmen lassen und feststellen, wie regelmäßige Stimmschulung zu erstaunlichen Fertigkeiten im Sologesang führen kann. Natürlich gilt es zu berücksichtigen, dass hier (noch) keine Gesangsprofis am Werke sind, aber gleichwohl wird deutlich werden, dass es sich lohnt, in die Ausbildung bei Mathias Schlachter zu gehen. Und vielleicht wird die oder der eine oder andere motiviert, auch einmal mittwochs die Tür zur Gesangsklasse zu öffnen, hineinzuhorchen, mutig einzutreten und mitzumachen. Mathias Schlachter ist in Göttingen vielfach solistisch aktiv, unterstützt aber ganz besonders die stimmbildnerische Arbeit der Göttinger Stadtkantorei und des kirchenmusikalischen Seminars. Informieren kann man sich hier: https://johannis-goettingen.wir-e.de/kirchenmusik oder auch hier: http://www.stadtkantorei.de/choere_und_gruppen/kinderchor .

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Bild: Schräder

Predigtgottesdienst zum 2. Advent in St. Johannis

Kantate fällt leider aus!

Am Sonntag, 10. Dezember 2017, dem 2. Advent sollte im Hauptgottesdienst der Rats- und Marktkirche St. Johannis in Göttingen um 10.00 Uhr die Kantate „Meine Seele rühmt und preist“ von Melchior Hoffmann aufgeführt werden. Leider können unsere niederländischen Solisten krankheitsbedingt nicht nach Göttingen kommen. Die Aufführung der Kantate muss deshalb ausfallen. Ein festlicher Gottesdienst bleibt es allemal. In der Predigt wird Pastor i.R. Dr. Rainer Dinger an den vor 75 Jahre gestorbenen Dichter Jochen Klepper und dessen Adventslied „Die Nacht ist vorgedrungen“ erinnern.

Im Anschluss sind alle Gottesdienstbesucher eingeladen, zum Gedankenaustausch beim traditionellen Kirchenkaffee unter der Orgelempore zusammenzukommen.

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Krippenausstellung 2017 in St. Johannis

Ein Rundgang durch die Sammlung Ziehe

Seit der Eröffnung am 30. November 2017 erfreut die Krippenausstellung „60 Krippen aus vielen Ländern - eine Weihnachtswelt“ aus der Sammlung Ziehe die Besucher in der Rats- und Marktkirche St. Johannis in Göttingen. Wunderbar eingebettet in den rund um die Kirche stattfindenden Weihnachtsmarkt ist sie in den Wochen bis zum 3. Advent donnerstags bis sonntags von 15 bis 19 Uhr für Groß und Klein frei zugänglich.

„Krippen aus vielen Ländern“, heißt die diesjährige Ausstellung, und auch Wolfgang Ziehe hat die Länder nicht gezählt, aus denen die Exponate stammen. Krippen aus Ländern, in denen es nur ganz wenige Christen gibt, sind auch dabei, so z. B. eine Krippe aus Myanmar. „Kunterbunt“, mutet das Motto der Präsentation an, die Wolfgang Ziehe und sein „Choreograph“ Johannes Förster aufgebaut haben. Und so leuchten auch viele Exponate in kräftigen Farben, wie es der jeweiligen Volkskunst entspricht. Da ist eine Krippe aus Peru, gelb-orangefarben an den Flügeln mit den Gabenbringern in der unteren Etage, darüber eine vielstimmige Musikantentruppe und mit der Stallszene oben. Eine handgemalte Krippe aus Tirol, Hinterglasmalereien aus Griechenland, ein Bastel-Pappset aus den 50er Jahren in den USA schließen sich an.

So zieht sich die Krippenphalanx das südliche Seitenschiff der Johanniskirche hinauf, bis es zu einem besonderen gestalterischen Abschnitt im Seitenschiff vorn rechts, kurz vor den Altarraumstufen kommt: Dort wurde ein historisches Weihnachtszimmer nachempfunden, wie es zur Zeit der Buddenbrooks in Lübeck aufgebaut gewesen sein könnte. Auf einem aufgeklappten Sekretär quillt Weihnachtsschmuck aus den Schubladen und glitzert hinter den Scheiben. Daneben erhebt sich der von Sigrid Nolte traditionswahrend geschmückte Weihnachtsbaum, eine Holzeisenbahn umkreist ihn im Halbrund, ein Puppenwagen wartet auf das spielende Kind, und links daneben - der Höhepunkt - das wundervoll ausgeleuchtete Papiertheater, genau so, wie es der kleine Hanno Buddenbrook nach seinem ersten Theaterbesuch mit der Aufführung von „Fidelio“ zu Weihnachten 1870 geschenkt bekommen hat und wie es auch in der Geschichte von Thomas Mann „Weihnachten bei Buddenbrooks“ nachzulesen ist: „Bald nach dem Eintritt hatten seine fieberhaften Augen das Theater erblickt … ein Theater, das, wie es dort oben auf dem Tische prangte, von so extremer Größe und Breite erschien, wie er es sich vorzustellen niemals erkühnt hatte.“  Wem da nicht das Herz aufgeht …

Das große Transparent von Bianca Methe, zentral im Chorraum präsentiert, ist - wie in jedem Jahr - auch dabei. Die Spielecke für Kinder hat für die Zeit der Ausstellung ihren Platz von unterhalb der Orgelempore nach vorn links ins nördliche Seitenschiff verlagert.

Blickfang im vorderen nördlichen Seitenschiff ist die altdeutsche Krippenanlage „Jerusalem“, die aus Laubsäge- und Drechselarbeiten nach reproduzierten, bald 100 Jahre alten Bastelbogenzeichnungen gefertigt ist. Wir sehen hier das Haus des Hohen Priesters, das Haus des letzten Abendmahles, das gleichzeitig das Hochzeitshaus zu Kana darstellt, und das Nikolaushaus. Diverses Filigranes wie die Santons aus der Provence beschließt die Ausstellung. Die 26 hier in der Bildergalerie gezeigten Exponate geben einen ersten Eindruck von der Ausstellung, die noch bis zum 17.12.2017 zu sehen ist.

Kommen, sehen, freuen und noch einmal wiederkommen, … und noch einmal? Ja, noch einmal! Herzliche Einladung!

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Bild: Schräder

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Bild: Schräder

Nun komm, der Heiden Heiland

Motette zum 1. Advent in der Reihe „Bachkantaten auf Lutherliedern“
und mehr …

Mit dem 1. Advent beginnt ein neues Kirchenjahr: „Komm Jesu, komm, zu deiner Kirche und gib ein selig neues Jahr!“ lässt Johann Sebastian Bach den Tenor singen.  Was im Januar dieses Jahres mit einer groß angelegten Bachkantate seinen Anfang nahm, klingt nun am Samstag, 2. Dezember 2017 um 18 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis in Göttingen mit einer kleinen Bachkantate aus. Nach den Texten dieser Musik wird die große Veränderung der Welt nirgendwo anders als in den Herzen der Menschen seinen Anfang nehmen: „Öffne dich, mein ganzes Herze“ singt der Sopran in einer schlichten Arie, die allein vom Violoncello und der Orgel begleitet wird. Und wer von den Zuhörenden lässt sich beim Hören von Bachs Musik nicht gerne in diese Aufforderung einbeziehen?

Informationen zu den Ausführenden:
Patricia Grasse, Sopran
Mathias Schlachter, Tenor
Joachim Höchbauer, Bariton
Göttinger Kammerchor
Göttinger Collegium
Leitung und Orgel: Bernd Eberhardt

Sup. Friedrich Selter, Geistliches Wort

Freier Eintritt, am Ausgang wird um Spenden gebeten. 

„Umrahmt“ wird die Motette räumlich von der Krippenausstellung aus der Sammlung Ziehe und zeitlich von der „Kaffeestube im Advent“ des Helferkreises St. Johannis am Samstag ab 15 Uhr und vom Gottesdienst „Beten und Essen“ am Sonntag um 11 Uhr (!) mit Superintendent Friedrich Selter und dem Team um Ulrike Schmidt-Glawatz sowie mit Verabschiedung von Prädikant Wilfried Bergau-Braune. Um 16 Uhr schließlich folgt noch eine Führung durch die Krippenausstellung mit Kirchenpädagogin und Diakonin Bettina Lattke.

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Bild: privat

Zum Gedächtnis
an Hermann Amlung

Leiter der Göttinger Stadtkantorei von 1971 bis 1999

von Pastor i.R. Rudolf Schmidt

Am 19. November 2017 ist Hermann Amlung nach längerer Krankheit gestorben. 1971 kam er als Nachfolger Ludwig Doormanns nach Göttingen und hat dann 28 Jahre als Kantor an St. Johannis und Leiter der Göttinger Stadtkantorei segens- und erfolgreich gewirkt.

Mit dem Ausscheiden von Ludwig Doormann aus der Leitung der Göttinger Stadtkantorei ging auch in Göttingen im Blick auf die Kirchenmusik eine musikalische Epoche zu Ende. Die Gründung der Göttinger Stadtkantorei nach einer Singwoche mit Adolf Stier im Jahre 1930 zeigt den engen Zusammenhang zwischen der Singbewegung und den Anfängen der Kantorei. 

Von diesen Anfängen war die Stadtkantorei auch in den ersten 40 Jahren geprägt. Schwerpunkt war die frühe geistliche Musik aus der Zeit der Reformation bis zu Schütz, danach natürlich ein großer Schwerpunkt bei Johann Sebastian Bach. Ludwig Doormann war ja als Straube-Schüler nach Göttingen geholt worden. Ein dritter Schwerpunkt war die neue evangelische Kirchenmusik, für die vor allem Ernst Pepping stand, von dem viele Werke durch die Göttinger Stadtkantorei unter Ludwig Doormann uraufgeführt oder für Westdeutschland erstaufgeführt worden waren. Auch die „Kantate in St. Marien“, als dem liturgischen Ort vieler Aufführungen der Göttinger Stadtkantorei, gehört in diesen Zusammenhang der Musik im Gottesdienst.

Doormann hatte aber kaum etwas von der geistlichen Musik zwischen 1759 und 1920 aufgeführt, mit Ausnahme des Requiems und einiger Motetten von Johannes Brahms. Mit seinem Chor hatte Doormann jedenfalls keine Werke von Mendelssohn oder Reger aufgeführt, von den klassischen Wiener Meistern auch nur Mozarts Requiem, nichts von Haydn, Schubert oder Beethoven.

Das änderte sich total mit dem zweiten Leiter der Göttinger Stadtkantorei, Hermann Amlung. Die Kantorei hatte sich nach seiner Vorstellung vor dem Chor und der Gemeinde mit großer Mehrheit für ihn entschieden. Herrmann Amlung hatte Kirchenmusik  bei Gerhard Schwarz in Düsseldorf studiert und schon erste Stationen als Kantor in Düsseldorf und Saarbrücken hinter sich, als er sich 1971 um die Nachfolge Ludwig Doormanns als Kirchenmusiker an St. Johannis und Leiter der Göttinger Stadtkantorei bewarb.

Es war keine leichte Aufgabe für ihn, sich als Nachfolger von Ludwig Doormann zu profilieren, aber er tat es mit Bravour. Schon die erste große Oratorienaufführung im Juni 1971 war ein Fanal. Mendelssohns „Elias“, seit Generationen nicht mehr in Göttingen aufgeführt, wurde zu einem fulminanten Erfolg und machte unüberhörbar deutlich, dass eine neue Zeit für die Kirchenmusik in Göttingen angebrochen war. 

Mit der „Motette in St. Johannis“ jeweils am ersten Sonnabend im Monat um 18 Uhr an Stelle der jahrzehntelang in St. Marien durchgeführten „Kantate in St. Marien“ begann er mit der Stadtkantorei eine wichtige Reihe kirchenmusikalischer Veranstaltungen. Hier wurde nun die ganze Bandbreite der Kirchenmusik, und vor allem auch die der Klassik und des 19. Jahrhunderts, aber auch gewichtiger Werke der Moderne, vorgestellt. So schon im November 1971 die große Motette von Max Reger: „O Tod, wie bitter bist du“, verbunden mit der Psalmenmotette von de la Motte, und einer Bachmotette. Dazu kamen die regelmäßigen Oratorienaufführungen, in denen Amlung den Göttinger Zuhörern immer wieder neue große Werke, wie etwa Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“, Brittens „War Requiem“, oder Elgars Oratorien „The Apostels“ und „The Kingdom“ vorstellte.

Dazwischen wurden natürlich auch immer wieder die wichtigen Standardwerke, wie das Weihnachtsoratorium und die Passionen von Bach, Brahms „Requiem“, Händels „Messias“ oder Verdis „Requiem“, aufgeführt. Aber er stellte diese Oratorien doch in einen weit größeren Beziehungsrahmen, als es Göttingen bisher gewohnt war. 

Ein gewichtiger Höhepunkt der Amtszeit Hermann Amlungs war das 50-jährige Jubiläum der Göttinger Stadtkantorei im Jahre 1980. In diesem Rahmen wurden die „Missa Solemnis“ von Beethoven, Verdis „Requiem“, Bachs „h-Moll-Messe“, Max Regers „Vater-unser“, die „Deutsche Motette“ von Richard Strauss und an einem besonderen Abend Strawinskys „Psalmensinfonie“, das „Gloria“ von Poulenc, Wagners „Liebesmahl der Apostel“ und das „Triumphlied“ von Brahms aufgeführt.

Amlung scheute sich auch nicht, völlig unbekannte Werke aufzuführen, so 1985 zum Lutherjahr das Oratorium „Luther in Worms“ von Ludwig Meinardus. Ein ganz besonderes Ereignis war die Aufführung von Benjamin Brittens „War Requiem“, das zusammen mit der Andreas-Kantorei Hildesheim sowohl in Göttingen wie in Hildesheim aufgeführt wurde. Ein wichtiges Dokument seiner Chorarbeit ist die CD-Aufnahme des „Passionsbericht des Matthäus“ von Ernst Pepping aus dem Jahre 1990. 

Gelegentlich lud Hermann Amlung auch zu besonders geprägten Orgelkonzerten nach St. Johannis ein, aber sein Schwerpunkt war ganz eindeutig die Arbeit mit der Stadtkantorei. Der von ihm gewünschte und forcierte Umbau der Ott-Orgel wurde allerdings erst zum Ende seiner Tätigkeit an St. Johannis begonnen. Immer wieder unternahm er mit der Kantorei auch Reisen ins Ausland, so nach Pau in Frankreich und nach Polen, aber besonders häufig nach Cheltenham, unserer englischen Partnerstadt, und er begründete so eine lebendige Freundschaft zwischen dem „Bach-Choir“ in Cheltenham und der Göttinger Stadtkantorei, die durch regelmäßige wechselseitige Besuche vertieft wurde. Zum Abschluss seiner Tätigkeit an St. Johannis lud Amlung im Januar 1999 zu einem Kantatenabend ein, an dem er mit der Kantorei beziehungsvoll ausgewählte Bachkantaten aufführte.

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Bild: Plakat 2017 Sammlung Ziehe

Krippenausstellung 2017
in St. Johannis

„60 Krippen aus vielen Ländern - eine Weihnachtswelt“

ist der Titel der diesjährigen Krippenausstellung 2017 in den ersten drei Adventswochen vom 30. November bis zum 17. Dezember jeweils donnerstags bis sonntags von 15 - 19 Uhr in der Göttinger Rats- und Marktkirche St. Johannis. Der Eintritt ist frei.

Wie sehen eigentlich Krippen aus anderen Ländern aus? Aus Ländern, in denen fast immer die Sonne scheint? Aus Ländern, in denen es keine Ochsen und keine Esel gibt? Rund 60 Krippen aus vielen Ländern werden in diesem Jahr in der St. Johanniskirche in Göttingen erstmalig ausgestellt - darunter viele aus Mittel- und Südamerika, aus Afrika und Asien, aber auch aus Europa.

Gefertigt sind sie aus Pflanzenblättern, Stroh und Papier, aus Blech, Ton und Holz, aus Gips und aus Stein, und sie präsentieren sich farbenfroh. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind ihre unterschiedlichen Gestaltungsweisen. Auf der einen Seite sind sie von einer tiefen Frömmigkeit geprägt, andererseits spiegeln viele Krippen aus Lateinamerika noch das tief verwurzelte Leben der Ureinwohner wider.

Aus Frankreich werden viele Santons zu sehen sein. Sie stellen Figuren aus der Provence dar und haben keinen direkten Bezug zur Weihnachtsgeschichte. So gibt es den Richter, den Arzt, den Briefträger, die alte Dame in provenzalischer Tracht, den Handwerker, den Einfältigen und weitere mögliche Bewohner einer kleinen Ortschaft.

Wer sich auf diese Weltreise in der Krippenausstellung einlässt, kann staunen, denn die Krippen wirken nicht nur exotisch, sondern sie werfen auch einen Blick auf das Weihnachtsfest verschiedener Kulturen.


Am Sonntag, 3. Dezember um 16 Uhr, und am Sonntag, 17. Dezember um 15 Uhr bietet die Kirchenpädagogin und Diakonin Bettina Lattke Führungen durch die Ausstellung an.

Text: Wolfgang Ziehe

s. auch: https://ziehe.wir-e.de/aktuelles

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Bild: KfdS_Benary

Der neue Gemeindebrief ist da!

Nur eine Woche nach der Auszeichnung mit dem 1. Platz beim Wettbewerb der Landeskirche für den besten Gemeindebrief ist die neue Ausgabe, das Heft 21 von „Kirche für die Stadt“, erschienen.

Wie üblich wird es in den Gemeinden der Innenstadtkirchen verteilt. Das Heft liegt auch im Eingangsbereich der Rats- und Marktkirche St. Johannis aus und natürlich auch bei den Kirchen Corvinus, St. Albani, St. Jacobi, St. Marien und Thomas.

Es widmet sich im Schwerpunkt dem Thema „Einsamkeit“, berichtet neben allgemein Interessierendem über das Leben in den einzelnen Gemeinden und umfasst im Kalendarium die Zeit vom 1. Dezember 2017 bis zum 18. Februar 2018.

Wer gern digital lesen möchte, kann das neue Heft (und auch alle Vorgänger davon) auf der Internetseite von „Kirche für die Stadt“ über den Link https://kirchefuerdiestadt.wir-e.de/aktuelles abrufen.

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Bild: Göttinger Stadtkantorei

Carl Rütti: Emmaus

Oratorium für Vokalsolisten, Chor und Orchester
(Uraufführung)

Zeit: Sonntag, 26.11.2017, 19.00 Uhr

Ort: Rats- und Marktkirche St. Johannis, Göttingen 

Die Göttinger Stadtkantorei hat zum Jahr des Reformationsjubiläums einen Kompositionsauftrag an den schweizerischen Komponisten Carl Rütti vergeben. Die Uraufführung dieses Werkes kann an diesem Abend miterlebt werden.

Carl Rütti hat zur Gestaltung seines Oratoriums „Emmaus“ Texte der Evangelien kombiniert mit Predigten Martin Luthers und zeitgenössischen Texten. So kommt auch die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzei („One child, one teacher, one pen, one book can change the world“) genauso zu Wort, wie der amtierende Papst Franziskus („Besser Atheist als heuchlerischer Christ“).

Die Geschichte von Jesu Erscheinen bei den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus bildet den Rahmen zu einer Geschichte, die uns das Wesen des Christentums nahebringen und zu einer zeitgemäßen Nachfolge einladen will. Interessant ist, dass Rütti die Texte historischen Personen in den Mund legt. So treten neben Martin Luther (Clemens Löschmann) und seine Frau Katharina (Anna Haase) genauso auf wie die Personen der Auferstehungs- und Emmausgeschichte Magdalena (Johanna Neß) und die Jünger auf dem Weg nach Emmaus (Mathias Schlachter und Simon Amend). Weiterhin äußerst reizvoll ist die Tatsache, dass der Komponist selbst den Part an der großen Orgel übernimmt und so von der Empore aus, also von der gegenüberliegenden Seite der Kirche, sehr effektvolle Klangeffekte beisteuert.

Schon bei den Probenarbeiten wurde spürbar: hier ist ein neues Meisterwerk der Kirchenmusik entstanden.
(Text: Bernd Eberhardt)

Informationen zu den Ausführenden:
Johanna Neß (Sopran)

Anna Haase (Mezzosopran)

Clemens Löschmann (Tenor)

Mathias Schlachter (Tenor)

Simon Amend (Bariton)

Carl Rütti (Orgel)

Kinderchor des Otto-Hahn-Gymnasiums Göttingen (Einstudierung Michael Krause)

Göttinger Stadtkantorei

Göttinger Symphonie Orchester

Leitung: Bernd Eberhardt

Weitere Informationen:
Karten bei allen reservix-Vorverkaufsstellen

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„Eine andere Flughöhe …“

1. Platz beim Gemeindebriefpreis der Landeskirche für „Kirche für die Stadt“

Unverhofft kommt nicht oft, aber wenn, dann kann es das Herz so richtig erwärmen. Und so ging es der Redaktion von „Kirche für die Stadt“, dem Gemeindebrief der lutherischen Innenstadtkirchen St. Albani, Corvinus, St. Jacobi, St. Johannis, St. Marien und Thomas in Göttingen. Am 17.11.2017 wurde „Kirche für die Stadt“ auf der feierlichen Verleihung des erstmals vergebenen Gemeindebriefpreises mit Platz 1 unter 188 Einsendungen für den Wettbewerb ausgezeichnet, den die Landeskirche im Sommer 2017 für alle Gemeinden ihres Bereichs ausgeschrieben hatte. Platz 1! Welch eine Überraschung! Damit hatte bei allem grundsätzlichen Stolz auf das vierteljährlich erstellte Produkt „Kirche für die Stadt“ niemand der an der Erstellung des Magazins Beteiligten gerechnet. Ein Sonderpreis ... ja, vielleicht ..., aber Platz 1??!!

Gegen Mittag hatte sich die Delegation aus Göttingen auf den Weg zum Forum des Madsack Mediencenters in Hannover gemacht, das Gastgeber für die Verleihungszeremonie war. Landesbischof Ralf Meister begrüßte die aus allen Teilen der Landeskirche angereisten Vertreterinnen und Vertreter der zehn ausgewählten Gemeindebrief-Preisträger. Sieben Sonderpreise (u. a. für Andacht, Themen, Format, Fotos, Jugend) wurden vorab vergeben, ehe die drei Hauptpreise verliehen wurden. Das muss man einmal im Leben miterlebt haben! Auch wenn es hier beileibe nicht um den Adolf-Grimme-Preis, den Deutschen Buchpreis oder um einen der anderen im Fokus der Öffentlichkeit stehenden Preise ging: Die aufsteigende Spannung bis hin zur Vergabe des 2. Platzes – denn dann war klar, was für uns vorgesehen war – ist ein fast unteilbares Ereignis. 

Hendrik Brandt, Chefredakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, die im Madsack Mediencenter hergestellt wird, hatte in seiner Laudatio hervorgehoben, dass „Kirche für die Stadt“ grundsolide sei, nicht antiquiert, aber auch nicht überkandidelt, klar im Layout, die Texte würden gut präsentiert. „Kirche für die Stadt“ sei „wunderbar gemacht“, im buchstäblichen Sinne „ausgezeichnet“.

 „Eine andere Flughöhe“ als anderen Magazinen bescheinigte Hendrik Brandt dem Gemeindebrief „Kirche für die Stadt“. Vielen Dank! Eingedenk des tragischen Schicksals des Ikarus will die Redaktion von „Kirche für die Stadt“ aber auch künftig fein ordentlich am Boden bleiben, bei den Leserinnen und Lesern, für die dies alles gemacht wird und die sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe freuen können. 

Superintendent Friedrich Selter gehörte zu den ersten Gratulanten. Er beglückwünschte das Redaktionsteam zu dieser Anerkennung. Sie sei Bestätigung dafür, dass sich sorgfältige Redaktionsarbeit und gekonnte Aufmachung lohne. „Ich selbst habe schon viele positive Rückmeldungen auf Artikel und Themen des Magazins erhalten. Mein Eindruck ist, dass Veranstaltungen, die in 'Kirche für die Stadt' beworben werden, besser besucht sind als andere.“ Siehe hierzu auch den Beitrag von Andreas Overdick: https://kirchenkreis-goettingen.wir-e.de/aktuelles

Und die freudigen Mailbotschaften der Redaktionsmitglieder, die nicht zur Preisverleihung mitfahren konnten, häuften sich ob der überraschenden Botschaft aus Hannover schon während der Rückfahrt und bis tief in die Nacht hinein.

Im Folgenden finden Sie Fotos von der Preisverleihung und außerdem einen Link auf einen Artikel über den Besuch einer Redakteurin der Landeskirche während der Redaktionssitzung von „Kirche für die Stadt“ vom 8. November 2017, mittels dessen Sie sich einen Eindruck von der Arbeit des Redaktionsteams um die Chefredakteure Martin Hauschild und Harald Storz machen können.

http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/frontnews/2017/11/17 

Über die Preisverleihung in Hannover am 17.11.2017 berichteten auch das Göttinger Tageblatt:

http://www.goettinger-tageblatt.de/Goettingen/Gemeindebrief-Kirche-fuer-die-Stadt-Goettingen-ausgezeichnet

und die Hannoversche Allgemeine Zeitung:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Die-Landeskirche-Hannover-hat-die-besten-Gemeindebriefe-ausgezeichnet

Beide Artikel sind im Internet allerdings nur für Abonnenten vollständig lesbar.

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Bild: Heidrich/Schräder

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Freitag, 17. November, 19 Uhr, Altes Rathaus

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Landesbischof Ralf Meister:
Auf dem Weg in eine Gesellschaft ohne Religion?  - Persönliche Anmerkungen eines Protestanten
Moderation: Wilfried Bergau-Braune

Kirchliche Stellungnahmen gibt es reichlich zu Fragen der Zukunft der Religion – klug ausgearbeitet, vorsichtig und abgewogen formuliert. Darum geht es jedoch hier nicht. Das können allenfalls Anregungen sein, wenn man sich persönlich der Frage nach der Bedeutung des protestantischen Glaubens in einer anscheinend weltanschaulich neutralen Gesellschaft stellt. Wird es Religion bald nur noch in Form der steinernen Kirchen geben und – vielleicht – in Konzerten und in Events der Kunstszene?

Eine Veranstaltung der Göttinger Stadtkantorei innerhalb der Reihe "Reformation gestern und heute" in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Göttingen


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Bild: Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

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