St. Johannis Göttingen

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Bild: Schräder

„Beten und Essen“

Gottesdienst an St. Johannis am 27. August 2017 um 11 Uhr
mit anschließendem gemeinsamem Mittagessen

„Gemeinsame Mahlzeiten können manchmal Wunder bewirken. Alle sind hungrig, freuen sich auf das Essen, es duftet schon. Alle tun dasselbe: sie kauen und schmecken. Das gemeinsame Essen verbindet eben. Und es hebt oft die Stimmung: Gespräche kommen in Gang.“ So hieß es vor einiger Zeit in einer Sendung der Deutschen Welle in der Reihe „Spurensuche“, die vom Medienportal der Evangelischen Kirche gestaltet wird. 

Und so steht nach dem Gottesdienst am kommenden Sonntag, dem 11. Sonntag nach Trinitatis, der von Pastor Gerhard Schridde geleitet wird, wieder das Team der Ehrenamtlichen um Ulrike Schmidt-Glawatz - wie oft am letzten Sonntag eines Monats - bereit, um der Gemeinde Gelegenheit zum Sättigen und zum gemeinsamen Gespräch zu geben.

Herzliche Einladung!

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Geistliche Abendmusik: Brüche und Brechungen

Posaunenchor spielt Filmmusik

Samstag, 19.08.2017, 18.00 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis

Filmmusik in der Kirche ist keine Revolution. Filmmusik in der Kirche ist nicht ungewöhnlich. Filmmusik in der Kirche ist kein Stilbruch?

Schon immer hat Musik, die populär war, Eingang in die Kirchen gefunden. Besonders der Protestantismus zeigte sich seit den Anfängen in der Lutherzeit offen für popularmusikalische Einflüsse. Dennoch gab und gibt es zu jeder Zeit kritische Stimmen, die diesen Einfluss einzugrenzen suchten und suchen. Besonders der Posaunengeneral Johannes Kuhlo pflegte gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegen Marschmusik und Operetten in den Posaunenchören zu wettern. Was hätte er wohl dazu gesagt, dass heute von Posaunenchören die überaus weltliche Filmmusik gespielt wird?

Gemeinsam „auf schwankender Fahrt“ wird der Posaunenchor St. Johannis im Rahmen einer geistlichen Abendmusik musikalisch in See stechen, um die Fahrwasser der Filmmusik zu erkunden. Über Einflüsse der Filmmusik auf Posaunenchorkompositionen („Oregon“), über Brechungen und Spiegelungen von Filmmusik in einem Choralarrangement („Suchet zuerst Gottes Reich“) geht die Fahrt auf das freie Meer bekannter Filmmusiken (u. a. aus „Jurassic Park“, „Winnetou“, „Fluch der Karibik“, „James Bond“), um über Choral („Komm, Herr, segne uns“) und filmmusikähnliche Komposition („Jubilus“) wieder in den sicheren Hafen zurückzukehren. Reflektierend, flankierend stehen biblische Texte und geistliches Wort, um die Gefahr eines „geistlichen Schiffbruchs“ zu bannen.

Posaunenchor St. Johannis Göttingen
Leitung: Clemens Cornelius Brinkmann
Soloposaune: Ryoto Akiyama
Klavier: Thomas Faelligen
Geistliches Wort: Superintendent Friedrich Selter

Eintritt frei, eine Spende für die Posaunenchorarbeit an St. Johannis wird am Ausgang erbeten!

(Text: Clemens Cornelius Brinkmann)

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Bild: Brinkmann

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Allein?

Immer noch!?

Bannerserie Teil 3 an St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis und St. Marien
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Bild: Schräder

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Bild: Schräder

Das Normale und das Besondere 

Sonntag, 13.08.2017, 9. Sonntag nach Trinitatis. Normal? Besonders? Wenn es hier, im Internetangebot von St. Johannis, darum geht, etwas zu notieren, was mit der Kirchengemeinde St. Johannis und ihren zahlreichen Mithelfenden zu tun hat, was einladen, was auf sich wirken lassen oder was zum Mitmachen anregen soll, so richtet sich der Blick des Schreibers meistens auf den Sonntag. Was aber ist das Besondere an einem 9. Sonntag nach Trinitatis?

Der liturgische Kalender der VELKD vermerkt zu diesem ansonsten kalendarisch „normalen“ Sonntag (wenn man einmal vom 56. Jahrestag des Mauerbaus in Ostberlin absieht - übrigens damals auch ein Sonntag) unter Bezugnahme auf das Matthäus-Evangelium: „Nicht der erlangt die Gnade Gottes, der „seinen Zentner im Acker sicher verbirgt“, sondern derjenige, der etwas riskiert, seine Talente, seinen Reichtum einsetzt und entwickelt.“ Und weiter: „Wer sich auf Gott einlässt, muss auf Überraschungen gefasst sein - wie Paulus, dessen Werte durch die Begegnung mit Jesus auf den Kopf gestellt werden, wie Jeremia, der sich für zu jung hält und trotzdem zum Propheten berufen wird, wie der Mann, der auf einen Schatz stößt und spontan seinen ganzen Besitz dafür verkauft. Nur wer etwas riskiert, wer seine Gaben Gott und den Menschen zur Verfügung stellt, wird letztlich reich dastehen. Welch ein Paradox: Nur wer sich nicht auf weltliche Sicherheiten verlässt, dessen Lebenshaus steht auf festem, sicherem Grund.“ Wenn das nicht besonders ist …

Auch nach dem Gottesdienst am kommenden Sonntag, 13.08.2017 um 10 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis kann dies in verschiedenen Facetten erörtert werden, beim Kirchenkaffee unter der Orgelempore in St. Johannis. Die Predigt hält Pastor Gerhard Schridde. Herzliche Einladung!

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Bild: Schräder

Liederabend:
Franz Schubert „Die schöne Müllerin"

mit Mathias Schlachter (Tenor) und Bernd Eberhardt (Klavier)

Franz Schubert vertonte 20 Gedichte des Zyklus „Die schöne Müllerin“ von Wilhelm Müller um einen jungen Müllergesellen, der die Tochter seines Meisters erst voller Hoffnung, später zunehmend verzweifelt liebt. Schubert spiegelt in der Musiksprache seiner Lieder auf kongeniale Weise alle Stimmungen des jungen Müllers von unbändiger Freude und Zuversicht über Angst, Verzagtheit bis zu tiefster Depression. Der große Zyklus „Die schöne Müllerin“ (op. 25, D. 795) gehört zweifelsohne zu den Höhepunkten der Liedliteratur.

Termin: Samstag, 5. August 2017, 18.00 Uhr
Ort:
Rats- und Marktkirche St. Johannis Göttingen

Freier Eintritt, am Ausgang wird um Spenden gebeten

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„Allein?“

Weiter!

Plakate an St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis, St. Marien
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Bild: Schräder

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Mitte Juli hing am Kirchturm ein großes Banner. Nur ein einziges Wort stand darauf: „Allein?“ Das gleiche Plakat war auch an den Kirchen von St. Albani, an St. Jacobi und St. Marien zu entdecken.

Inzwischen hat es sich verändert. Neues – Unterschiedliches ist dazu gekommen. Kann man bei einem Sommerspaziergang durch die Innenstadt entdecken…

Viel Spaß und geeignete Sommertage wünschen wir Ihnen!

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Bild: Storz

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Bild: Schräder

Sommerkirche

Die Sommerferien stehen an. Wer freute sich nicht darauf? Es geht für einige hinaus in die Natur, sei es in das Freibad oder auf die Schillerwiese am Ort, sei es eine Reise an die See oder in die Berge oder gar in ferne Länder. Überall sind neue Eindrücke erfahrbar. Das macht diese Zeit so freudig.

Bleibt da etwas zuhause zurück, das man nicht mitnehmen kann? Der Gottesdienst? Nein! Nichts ist anregender, als an anderen Orten auch Stätten des Glaubens und vielleicht auch einen Gottesdienst zu besuchen.

Aber selbstverständlich verreist die Rats- und Marktkirche St. Johannis in den Sommerferien nicht. Sie steht fest im Zentrum der Stadt, ist zu den angegebenen Zeiten geöffnet und bietet neben dem „Besonderen“, z. B. dem Johannisempfang mit Ökumenischem Versöhnungsgottesdienst am Samstag, 24.06.2017 um 11.00 Uhr ( https://kirchenkreis-goettingen.wir-e.de/aktuelles ) und dem Gemeindeausflug am Donnerstag, 27.07.2017 um 07.00 Uhr nach Wittenberg aus Anlass des Reformationsjubiläums (s. Beitrag von Leo Haßbargen auf dieser Seite etwas tiefer) das ganz „Normale“, den Gottesdienst an den Sonntagen mit einigen Predigern, die auch hier eine Ferienvertretung wahrnehmen. Zu diesen Gottesdiensten in den Schulsommerferien, der „Sommerkirche“, lädt St. Johannis sehr herzlich ein:

25.06.2017, 10.00 Uhr: Superintendent i. R. Klaus Steinmetz
02.07.2017, 10.00 Uhr: Prädikant Dr. Hendrik Munsonius, mit Abendmahl
09.07.2017, 10.00 Uhr: Pastor i. R. Rudolf Grote, mit anschließendem Kirchenkaffee
16.07.2017, 10.00 Uhr: Superintendent Friedrich Selter, mit Taufgottesdienst
23.07.2017, 10.00 Uhr: Pastor Gerhard Schridde
30.07.2017, 11.00 Uhr: Pastor i. R. Wolfgang Petrak, mit „Beten und Essen“

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Bild: Schräder

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Bild: Dr. Patrick Cramer, MPI für Biophysikalische Chemie

Gibt es eine Wissenschaft vom Leben?

Zweite Göttinger Bürgerkanzel in St. Johannis am 18. Juni 2017
mit Prof. Dr. Patrick Cramer

Die Rats- und Marktkirche St. Johannis in Göttingen beschreitet den Weg zur Bürger- und Kulturkirche. Der Bürgerkirche ist der kommende Sonntag, 18. Juni 2017, der 1. Sonntag nach Trinitatis, in besonderer Weise gewidmet. Pastor Gerhard Schridde führt liturgisch durch den Gottesdienst und die Besucherinnen und Besucher können einer anderen Form der Predigt als gewohnt folgen: Prof. Dr. Patrick Cramer hält die Ansprache bei der Zweiten Göttinger Bürgerkanzel.

Patrick Cramer ist zum 01.01.2014 als Direktor an das Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie „Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut“ in Göttingen berufen worden und leitet dort die Abteilung Molekularbiologie. Wissenschaftlich befasst sich der vielfach ausgezeichnete Chemiker zum einen mit molekularen Mechanismen der Gentranskription und  zum anderen mit systemischen Prinzipien der Genregulation in lebenden Zellen mit Hilfe von funktionaler Genomik und Bioinformatik. Das Ziel seiner Abteilung ist es, die Transkription und die Genregulation sowohl auf molekularer Ebene als auch auf zellulärer Ebene zu verstehen. Gibt es also eine Wissenschaft vom Leben?

Zwar ist die öffentliche Predigt in der Regel den Theologen vorbehalten, von Zeit zu Zeit sollen hier in St. Johannis aber auch Menschen aus nichttheologischen Fachgebieten zu Wort kommen. Sie sprechen aus ihrer persönlichen Lebenserfahrung, verbinden dies mit den fachlichen Erkenntnissen aus ihrem Beruf und fügen es zu einer besonderen Form der Ansprache, der Bürgerkanzel. Dies ist nicht nur schlichte Abwechslung in der sonntäglichen Predigtfolge, sondern auch gelebter Beitrag zur Weiterentwicklung der theologisch geprägten Kirche.

Dass neben dem Bürger auf der Kanzel an diesem Sonntag auch ein neuer Erdenbürger durch die ebenfalls in diesem Gottesdienst stattfindende Taufe in die christliche Gemeinschaft aufgenommen wird, komplettiert die theologische und die bürgerliche Einheit der Kirche im Alltag.

Zeit zum erweiterten Gedankenaustausch wird nach dem Gottesdienst beim Zusammensein unter der Orgelempore sein. Wäre es nicht eine gute Idee, sich am Sonntag, 18. Juni 2017 um 10.00 Uhr Zeit für St. Johannis zu nehmen? Willkommen!

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