St. Johannis Göttingen

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Bild: Göttinger Barockorchester

Wiederentdeckt und aufgeführt

Mit einer Rarität wartet das Göttinger Barockorchester, gegründet vom Violonisten und Konzertmeister Henning Vater, am Samstag, 6. Oktober 2018 um 18 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis in Göttingen auf: Auf dem Programm stehen Werke des Göttinger Stadtkantors Carl Friedrich Rudorff (1749-1796). Neue Kantaten dieses Komponisten wurden in der Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek wiederentdeckt und werden nun zur Aufführung gebracht. Das Programm umfasst außerdem Instrumentalwerke von Carl Philipp Emanuel Bach und Johann Joachim Quantz sowie die Kantate „Ach, dass Du den Himmel zerrissest“ von Wilhelm Friedemann Bach. Die Leitung dieses Konzertabends hat Antonius Adamske. Es erfolgt eine Aufzeichnung durch NDR Kultur. Karten gibt es unter www.reservix.de und an der Abendkasse.

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Bild: Städtisches Museum Göttingen

Turm – Hof- und Gartenführung mit Bettina Lattke

„St. Johannis von oben bis unten“

Natürlich ist die Kirche mit ihrer Galerie an der Spitze des Nordturms und der Aussicht von oben über die Stadt attraktiv - doch bei dieser Führung ist die ausnahmsweise das Unten das Besondere. In der Regel gibt es keine Führungen im Gemeindehaus oder in dessen Hof und Garten, da dies eher Wohnbereich und Privatgelände ist.

Wie das einmal ausgesehen hat, wird aus der nebenstehend abgebildeten Zeichnung deutlich, die auf etwa 1850 datiert wird.

Die Zusammenlegung der Höfe zwischen Johanniskirchhof und Papendiek im Norden und Süden sowie zwischen Johannisstraße und Paulinerstraße im Westen und Osten zu einer gesamten Grünanlage im Quartier ist zum Beginn der 1990er Jahre von der Stadt, der Städtischen Wohnungsbau GmbH und privaten Eigentümern entworfen worden. Es ist altes städtisches Kerngebiet Göttingens. Zum Gänselieselfest wird die Kirchenpädagogik im Anschluss an den Gottesdienst auf der Freilichtbühne eine Führung zu dieser Anlage anbieten.

Sonntag, 30. September 2018, 12 Uhr

Dauer: ca. 60 Minuten, Treffpunkt: Vor dem Pfarrhaus am Johanniskirchhof

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Bild: Schräder

Gottesdienst zum Gänselieselfest

„Ich bau ´ne Stadt für Dich …“

… so heißt es im Refrain eines Liedes von Cassandra Steen, das sie in Kooperation mit Adel Tawil im Jahr 2009 veröffentlicht hat. Es wird am kommenden Sonntag bei dem von Pastor Gerhard Schridde geleiteten ökumenischen Gottesdienst auf der Bühne an der Rats- und Marktkirche St. Johannis zu hören sein. Rüdiger Brunkhorst und Kai Fennel werden die musikalische Umsetzung mit Band und Posaunen für dieses und die anderen Lieder während des Gottesdienstes besorgen. 

Worum geht es? Das Lied handelt zunächst von nicht lebenswerten Umständen in der Stadt: Viel Reklame, starker Straßenverkehr, Egoismus, Anonymität, Gier nach dem Glück. So kann es nicht weitergehen. Und deshalb wird im Song eine Stadt gebaut „aus Glas und Gold und Stein, und jede Straße, die hinausführt, führt auch wieder rein.“

Darum geht es: Eine lebenswerte Stadt. Göttingen. „Eine Stadt für dich und mich.“ Diese Zielvorstellung wird sich durch Gespräche, Lesungen und Predigt ziehen. 

Sonntag, 30. September 2018, 11 Uhr auf der Bühne am Johanniskirchhof

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Bild: Schräder; v.l.n.r.: Björn Stahl, Barbara Rausch, Pastor i. R. Rudolf Schmidt

Kirchenöffner:

10000. Besucher 2018

Offene Türen laden zum Eintreten in den Raum ein. Die Rats- und Marktkirche St. Johannis ist ein Besuchermagnet. Warum? Ein Hingucker eben. Der nach dem ersten Teil der Innenrenovierung hell scheinende Altarraum zieht die Blicke an, lockt zum Betrachten aus der Nähe.

So tat es auch Barbara Rausch aus Elze, die zu einem Tagesbesuch in Göttingen weilte. Damit war sie am 21. September um exakt 11.47 Uhr die 10000. Besucherin in diesem Jahr. Das ist eine vergleichsweise zu anderen Jahren früh erreichte Zahl und lässt auf eine Rekordzahl zum Jahresende hoffen. Sie ist auch deshalb so bemerkenswert, weil im letzten Jahr erst gegen Ende des Jahres diese magische Grenze überschritten wurde. Noch dazu fand damals die attraktive Krippenausstellung in der Adventszeit in St. Johannis statt, was in diesem Jahr wegen des Beginns der Renovierungsarbeiten im Hauptschiff nicht der Fall sein kann.

So war es Kirchenöffner Björn Stahl vergönnt, der an diesem Tag seinen ehrenamtlichen Dienst versah, die Jubiläumsbesucherin zu beglückwünschen und ihr als kleine Erinnerungsgabe leckere Marmeladen aus Pastors Garten mitzugeben, die Barbara Rausch auch vom Hersteller, Pastor i. R. Rudolf Schmidt, persönlich überreicht wurden.

Nur zu gern wären alle Beteiligten aus dem großen Kreis der Kirchenöffner bei diesem erfreulichen Ereignis dabei gewesen. Sie machen in ihren i. d. R. zweistündigen Schichten freudig weiter, nehmen auch noch gern weitere Interessenten für die Kirchenöffneraufgabe auf und, wer weiß, wer den nächsten Jubiläumsgast begrüßen darf.

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Bild: Bernd Nawothnig, Foto privat

Frieden – Jazz – Predigt

Ein Dreiklang besonderer Art erwartet die Gemeinde am vorletzten Wochenende im September in der Rats- und Marktkirche St. Johannis:

Andacht zum Weltfriedenstag
Freitag, 21. September 2018

Die Vereinten Nationen haben 1981 den 21. September zum „Weltfriedenstag“ ernannt. In diesem Jahr werden zu diesem Anlass erstmals von 18 bis 18.15 Uhr europaweit die Glocken läuten. Auch in der Göttinger Innenstadt werden sich viele Kirchen daran beteiligen und mit ihrem Geläut einladen zur Friedensandacht der ACK mit Superintendent Friedrich Selter, Dechant Wigbert Schwarze, Pastor Gerhard Schridde und Dr. Sven Mönkemeyer von der Neuapostolischen Gemeinde um 18.15 Uhr in der St. Johanniskirche.

Jazzgottesdienst – Bernd Nawothnig Quartett
Samstag, 22. September 2018, 20 Uhr

Holger Werner: Saxophone, Klarinetten
Maximilian Mäckel: Klavier
Martin Tschoepe: Bass
Bernd Nawothnig: Schlagzeug
Friedrich Selter: Texte, Gedanken

Das Bernd Nawothnig Quartett verspricht ein besonderes Erlebnis: Geistliche Lieder, die ursprünglich nicht für den Jazz geschrieben wurden, werden durch die Arrangements und Ausdrucksweise der Musiker zu echtem Jazz.

In Gesängen fand christlicher Glaube von Beginn an eine Ausdrucksform. In den ersten tausend Jahren wurden diese nicht schriftlich festgehalten. Erst ab dem 13. Jahrhundert formte sich die Notenschrift. Die ersten Lieder des Jazz haben ihren Ursprung in der afrikanischen Musiktradition. Mit dem Sklavenhandel wanderte diese nach Nordamerika und entwickelte sich dort zum Blues. Diese ebenfalls mündlich tradierten Melodien bildeten die Grundlage für den Gospelgesang der afroamerikanischen Gemeinden. Die spätere Vermischung mit europäischer Musik bildet schließlich eine wichtige Wurzel des Jazz.

Die vier Musiker sind fest in der deutschen Jazzszene verankert und verstehen es durch ihre internationale Erfahrung, die spirituelle Wirkung dieser Musik zu entfalten. Aus Liedern, die viele aus dem Gesangbuch kennen, gestaltet sich ein Jazzgottesdienst, in dem Musik, Texte und Gedanken sich gegenseitig ergänzen.

Der Eintritt ist frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.

Predigt(en)

Predigtgottesdienst am Sonntag, 23. September um 10 Uhr mit Superintendent Friedrich Selter und Gildegottesdienst am Montag, 24. September 2018 um 8 Uhr mit Superintendent Friedrich Selter

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Bild: Plakat St. Johannis

„Denkste ...“

Gespräche über das Christsein heute

Ein Eröffnungsabend für drei Gesprächsabende, gestaltet von Kirchenvorstandsmitglied Stephan Meyer und Pastor Gerhard Schridde. Zum Auftakt am Mittwoch,  12. September 2018 um 19 Uhr im Gemeindehaus der Rats- und Marktkirche St. Johannis lautet das Thema: „Über Gott reden …?!“.

Konzeptionell richtet sich dieses neue Angebot an Erwachsene, die am Austausch über das Christsein heute interessiert sind. Glaubensinhalte werden thematisiert und evangelische sowie andere Positionen vorgestellt, weniger in Form eines Vortrags als vielmehr als Impuls. Ziel ist es, die Teilnehmenden ins eigene „Theologisieren“ kommen zu lassen, also im Gespräch Positionen abzuwägen und für sich selbst zu finden. Diese drei Gesprächsabende können auch als Vorbereitung für die Taufe genutzt werden.

Weitere Termine und Fortentwicklungen der thematischen Schwerpunkte werden beim ersten Treffen festgelegt.
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Bild: Schräder

Entdecken, was uns verbindet

4x St. Johannis am Tag des Offenen Denkmals

„Entdecken, was uns verbindet“, ist das Motto des Tages des Offenen Denkmals am Sonntag, 9. September 2018. Der Tag beginnt mit dem scheinbar Normalen, dem Predigtgottesdienst am 15. Sonntag nach Trinitatis um 10 Uhr, geleitet von Pastor Gerhard Schridde. Mika Dankert wird darin als ehemaliger FSJler verabschiedet und ihm für seine nimmermüden Dienste für St. Johannis und für die ESG gedankt. Zugleich wird seine Nachfolgerin Kim Grove in ihr Amt als vierte FSJlerin an St. Johannis und in der ESG eingeführt. Anschließend ist die Gemeinde eingeladen zum Gespräch beim Kirchenkaffee unter der Orgelempore.

Und vielleicht bietet die Zusammenkunft dort schon die Überleitung zur Teilnahme an der kirchenpädagogischen Führung von Diakonin Bettina Lattke um 12 Uhr zum Thema „Die Fenster der St. Johanniskirche“, eine sehr farbige Entdeckungsreise.

Diejenigen, die es danach nicht mehr in der Kirche hält, werden auf dem Kirchplatz von Kantor Bernd Eberhardt erwartet. Um 14 Uhr startet die sportliche Entdeckungsreise in Gestalt der Orgelradtour. Sie führt nicht nach Nörten-Hardenberg, wie im Gemeindebrief "Kirche für die Stadt" angekündigt, sondern in den Nachbar-Kirchenkreis nach Hardegsen und Trögen, wo zwei „Orgelwunder“ erlebt werden können: In der St. Mauritiuskirche befindet sich eine hervorragende große Orgel aus der Werkstatt des holländischen, in der Schweiz wirkenden Orgelbauers Bernhardt Edskes, die in einem kleinen Konzert erklingen wird. Auf der idyllischen Strecke vorbei am Wildpark durch den Wald geht es weiter zur Dorfkirche Trögen, in der eine schon tot geglaubte Orgel von Gieseke aus dem 19. Jahrhundert nach jüngster Renovierung wieder zu vollem Klang erweckt wurde. Weitere Informationen zum Verlauf finden Sie unter www.stadtkantorei.de

Für die Nichtradler geht es nicht minder sportlich hoch auf den Nordturm der Rats- und Marktkirche St. Johannis. Das Kirchenöffner- und Turmführerteam steht für Turmbesteigungen mit vielen Erläuterungen auf dem Weg nach oben, in der Turmkapelle und auf der Aussichtsplattform um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr bereit.

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Bild: Schräder

Wolkenburg

Göttinger Kindertag bei St. Johannis

Am Samstag, 1. September 2018 beteiligt sich auch die St. Johannisgemeinde am Göttinger Kindertag. Insgesamt 37 Länder können die Kinder in der Innenstadt ab 10 Uhr bereisen und sich auf jeder Station ihrer Reise durch die Welt einen Stempel in ihren Göttinger Kinderreisepass drücken lassen. Allein rund um St. Johannis gibt es sieben Länder zu erkunden:

Afrika für Kleine mit Kindertrommeln zum Mitmachen
Afrika für etwas Größere mit dem Entdecken und Ausprobieren afrikanischer Instrumente und Kultur
Freundschaftsland mit Herstellen von Freundschaftsbändern und Bewegungsspielen wie Eierlaufen und Sackhüpfen
Ghana mit „Ampe“, einem typischen Kinderspiel in Ghana
Lummerland mit einem Stempel- und Tastspiel „Lummerland im Pappkarton“
Veilchenland mit Korbwurf und Dribbelparcours für Basketballeinsteiger
und als besonderes Angebot der St. Johannisgemeinde:
Wolkenburg mit Turmführungen der Turmwächterfamilie unter der Leitung von Turmführer Steve Schmidt und Küster Detlef Radtke um 11, 13 und 15 Uhr. Dabei werden Geschichten aus der Ritterzeit erzählt und es darf der einmalige Blick von ganz oben auf das moderne Gutingi geworfen werden. Dazu gibt’s den Stempel in den Reisepass. Und kostenlos ist das Ganze auch.

Damit auch die Erwachsenen später am Tage zu ihrem „Recht“ kommen, präsentiert Kantor Bernd Eberhardt um 18 Uhr in der Rats- und Marktkirche St. Johannis eine besondere Motette: Der Göttinger Kammerchor widmet sich Messetextvertonungen von Schütz und Rheinberger. Er stellt die deutsche Messe des protestantischen Barockmeisters Schütz der Es-Dur-Messe des Katholiken Joseph Gabriel Rheinberger gegenüber. Außerdem erklingen Werke von Claude Debussy (zum 100. Todesjahr) und eine absolute Entdeckung des Berliner Romantikers Albert Becker. Lassen Sie sich überraschen.
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Bild: KfdS - Benary

Der neue Gemeindebrief ist da!

Der neue Gemeindebrief der ev.-luth. Innenstadtgemeinden Göttingens, das Heft 24 von „Kirche für die Stadt“, ist erschienen. 

Das Heft wird in den Gemeinden der Innenstadtkirchen verteilt. Es liegt auch im Eingangsbereich der Rats- und Marktkirche St. Johannis aus und natürlich auch bei den Kirchen Corvinus, St. Albani, St. Jacobi, St. Marien und Thomas.

Im Schwerpunkt widmet es sich dem Thema „Diakonische Angebote“, beleuchtet aus sehr verschiedenen Perspektiven, darunter auch das diakonische Angebot der Rats- und Marktkirche St. Johannis, der Gottesdienst „Beten und Essen“. 

Daneben berichtet das Heft über allgemein Interessierendes aus dem kirchlichen Bereich sowie über das Leben in den einzelnen Gemeinden. Im Kalendarium umfasst es die Zeit vom 1. September 2018 bis zum 30. November 2018 mit allen Gottesdiensten und vielen weiteren Veranstaltungen der Gemeinden.

Wer gern digital lesen möchte, kann das neue Heft (und auch alle Vorgänger davon) auf der Internetseite von „Kirche für die Stadt“ über den Link https://kirchefuerdiestadt.wir-e.de/aktuelles und dort im Menüpunkt „Ausgaben“ abrufen.

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Bild: Vater

Klassik für Nachtschwärmer
Stärkung für alle

Etwas ungewöhnlich ist es schon, zwei Veranstaltungen in St. Johannis miteinander zu verbinden, die außer ihrer zeitlichen Nähe scheinbar wenig miteinander zu tun haben:

Klassik für Nachtschwärmer am Samstag, 25. August um 22 Uhr und

Gottesdienst „Beten und Essen“ am Sonntag, 26. August um 11 Uhr

Und doch, ein Beleg für das Besondere von St. Johannis: kultureller Anspruch als Bürger- und Kulturkirche hier, gemeindlich-diakonischer Anspruch als Rats- und Marktkirche dort, in bester Koexistenz.

Das „Klaviertrio“, bestehend aus Bernd Eberhardt (Klavier), Henning Vater (Violine) und Frank Scheller wird Sie mit dem „Trio in g-Moll, Op. 26 von Antonin Dvorak erfreuen. Pastor Gerhard Schridde erwartet Sie zum Gottesdienst am 13. Sonntag nach Trinitatis und bittet zum gemeinsamen Mittagessen im Anschluss, für das Ulrike Schmidt-Glawatz mit ihrem Team sorgen wird.

Seien Sie herzlich eingeladen, beide Angebote oder das geeignetere Ihrer Wahl anzunehmen.

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