Was bleibt ...

Sat, 24 Jul 2021 05:18:16 +0000 von Christian Schräder

„Was bleibt, was uns bleibt, sind Freunde im Leben …“, so heißt es im Refrain eines deutschen Pop-Rock-Songs. Die Aussage kann als etwas resigniert empfunden werden: Das Letzte, was bleibt, sind verlässliche Freunde. Aber das wäre mir zu melancholisch. Warum diese Vorrede? Die Aussage gilt auch für Wiedersehensfreude. Denn: Am 22. Juli kamen auf Einladung von Pastor Gerhard Schridde und dem Kirchenvorstand St. Johannis, vertreten durch seine Vorsitzende Hildgund Broda, Menschen im Pfarrgarten hinter dem Gemeindehaus von St. Johannis zusammen, die sich aufgrund der pandemischen Umstände teilweise sehr lange nicht mehr gesehen hatten, jedenfalls nicht in dieser Gemeinschaft: Die sog. Aktiven der Gemeinde feierten ein Beisammensein bei Kaffee und Kuchen und Gegrilltem. Sie betrachteten mit Freude den Fortgang der Renovierungsarbeiten im Hauptschiff der Kirche, die sich nunmehr der finalen Runde nähern, ehe am Vortag des 1. Advents alle Gemeindeglieder ihre St. Johanniskirche im Zuge einer feierlichen Eröffnung wieder in Besitz nehmen können. Sie sprachen miteinander über Erlebtes und schmiedeten Pläne in der Hoffnung, dass ihre volle Aktivität, z. B. bei der Kirchenöffnung unter der Woche, bei den Turmführungen, bei der Bewirtung oder in der umfangreichen Chorarbeit, bald wieder möglich ist.
 
Der neu gewählte Superintendent, Dr. Frank Uhlhorn, weilte unter den Gästen des Nachmittags, wurde herzlich begrüßt und konnte sich gleich ein Bild davon machen, wie es um sein Verständnis von Kirchenarbeit hier an St. Johannis bestellt ist: „Ich bin ein Fan der Gemeindestruktur, die evangelische Kirche lebt in der Gemeinde und von der Gemeinde“. So hatte er es in der vergangenen Woche vor der Kirchenkreissynode formuliert. Und wahrlich: Man kann Fan der Gemeindearbeit an St. Johannis sein. Rats- und Marktkirche, Gemeindekirche, Kulturkirche, das alles ist St. Johannis. Viele helfende Hände und ein gutes Verständnis untereinander machen diese Gemeinde zu einem Ort, an dem man sich wohlfühlen kann. Ein Selbstläufer ist das nicht, aber das Wiedersehen im Pfarrgarten erfüllte voll und ganz den Wunsch der Einladenden: „Wir wollen das Wort ‚Gemeinde‘ wieder füllen mit einer Erfahrung von Gemeinschaft und Gemeinsamkeit“. Es ist gelungen. Es ist das, „was bleibt“.
Quelle: Beate Müller
Pastor Gerhard Schridde eröffnet das Aktiventreffen